Wie gefährlich sind unsere Alpen? đź¤”

So titelt gestern das grösste österreichische Boulevardblatt. Na, hoffentlich so sehr, dass ein paar mehr abgeschreckt werden, auf die Berge zu kraxeln – denkt sich p. insgeheim. Am besten gleich gar nicht hingehen, sofern man nicht selbst im Krisengebiet wohnt. Schwachsinn zum Quadrat also.

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Na schon klar, das Sommerloch will gefüllt werden. Sicher fand sich ein ähnlicher Artikel aus dem Vorjahr, dem Vorvorjahr usw.. Einfach copy&paste und die Sache ist geritzt.

Doch die Berge sind nicht gefährlicher als jeder andere Ort auch – im Gegenteil. Wer sich aus seiner persönlichen Komfortzone im trauten Heim raustraut (in der es nebenbei bemerkt ĂĽberhaupt und sowieso am gefährlichsten ist, was Unfallzahlen beweisen und Versicherungen nicht mĂĽde werden, uns drastisch vor Augen zu fĂĽhren) – also dann doch endlich mal raustraut, dem lauern im urbanen Kampfgebiet noch viel grössere Gefahren, die zudem noch wenig voraussehbar und berechenbar sind. Also doppelter Quatsch.

Jeder soll das machen, was er sich selber zutraut UND dabei den vielzitierten Hausverstand (nein, nicht den vom rotgelben Laden, oh Gott) einschalten – falls vorhanden. Wer diesbezĂĽglich weitgehend unbedarft ist, fĂĽr den gibt es meterweise Literatur zum Thema, in denen man sich von Grundkenntnissen bis zum Spezialwissen alles aneignen kann, wenn man nur will. Oder man geht bei einem erfahrenen Berggeher gleichsam in die Lehre – ĂĽberhaupt das Beste, was einem passieren kann.

Wir Ă–sis haben’s da ja leichter: viele von uns wurden ja als Kinder wochenendlich auf die Gipfel geprĂĽgelt, pardon raufmotiviert: die älteren gedopt mit (nutzlosem) Traubenzucker, die mittelälteren mit (ĂĽberzuckerten MĂĽsliriegeln iVm Trockenobst), die jungen mit – hmm, ja was? – Gratis-WLAN vielleicht? Oder zumindest ein Hotspot gelegt von Papas Smartphone, naja. Aber so wuchs StĂĽck fĂĽr StĂĽck die Erfahrung und die richtige Einschätzung fĂĽr die Gefahr.

Schon selbst mal ne gefährliche Situation am Berg erlebt? Dann erzähl‘ doch davon!

Buchempfehlungen fĂĽr Berggeher:

Reihe „Sicherheit und Risiko in Fels und Eis“ des Deutschen Alpenvereins DAV (Alpine Lehrschrift)

Diese populäre Reihe ist mittlerweile ein Klassiker. Bereits in mehrere Sprachen ĂĽbersetzt, bietet es profundes Wissen aus dem Erfahrungsschatz des Sicherheitskreises, dem der Autor Pit Schubert 32 Jahre lang vorstand. Bereits 1995 mit dem »Alpin-Oscar«, dem Dietmar-Eybl-Preis fĂĽr Sicherheit am Berg ausgezeichnet, stellen diese drei Bände ein lehrreiches, spannend zu lesendes Kompendium dar, die anhand von zahlreichen Fallbeispielen die Thematik anschaulich präsentieren. – Fazit: Ein wichtiges Werk, das in keiner Bergsteigerbibliothek fehlen sollte.

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Band 1 hier erhältlich °°

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Band 2 hier erhältlich °°

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Band 3 hier erhältlich °°

Lesermeinung: „Die drei Bände „Sicherheit und Risiko in Eis und Fels“ von Pit Schubert kann ich nur jedem Kletterer – und Bergfreund ans Herz legen! Pit Schubert beschreibt in sarkastisch, humorvoller Weise, wie vermeidbare Fehler zu Unfällen oder Beinahe Unfällen fĂĽhren. Weil so eindrĂĽcklich geschildert, vergisst man die Situationen nicht mehr! Und schon so manches Mal konnte ich einen Fehler in der Handhabung des Equipment frĂĽh erkennen und so schlimmeres vermeiden. Danke Pit Schubert fĂĽr dieses Werk! Es sollte JEDER gelesen haben, bevor ich sich in alpines Gelände begibt!“

BLV Wetterkunde – Das Standardwerk

Das komplette Wetterwissen, einfach vermittelt. Alles über die Kräfte, die das Wetter machen. Umfassendes Grundwissen und Profitipps zur Wetterbeobachtung und zur eigenen Wettervorhersage. Der aktuelle Stand der Klimaforschung, z.B. neue Fakten zu Poleis- und Gletscherschmelze.

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Hier erhältlich °°

Lesermeinung: „Das Werk von GĂĽnter D. Roth bietet Anregungen, selbst nach dem Wetter zu schauen. Es erklärt Wolkenarten, Luftströmungen und Atmosphärische Erscheinungen. Man erfährt alles ĂĽber typische GroĂźwetterlagen in Europa und meterologische Elemente. Interessante Themen im Ăśberblick sind zum Beispiel die Wetterrekorde der Erde, der Aufbau der Erdatmosphäre und Wetterkartensymbole. Ein kleines Lexikon wetterkundlicher Begriffe darf natĂĽrlich auch nicht fehlen. Wetter und Klima beschreiben Vorgänge in der Natur, die das menschliche Dasein sehr nachhaltig beeinflussen. In diesem Buch wird versucht die Zusammenhänge aufzuzeigen. Die Unwetter in allen Erdteilen machen deutlich, dass das Wetter uns alle angeht. FĂĽr Beruf und Freizeit ist die Wettervorhersage gleichermaĂźen unentbehrlich geworden. Ein umfangreicher Abschnitt in diesem Buch widmet sich den meterologischen Vorgängen, die jeder von uns registrieren kann. Dies ist ein wichtiges Standardwerk, das in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst entstand und es liefert auch brillantes Bildmaterial. „

 

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