Bücherboxen finden – und warum ich vielleicht doch eine eigene Liste dazu anlege

Bücherboxen aka -schränke, -kühlschränke usw. sind eine feine Sache: Entweder man will seine eigenen Bestände etwas lichten, aber hat brav noch intus: „Bücher gibt man nicht zum Müll!“ – oder man hat mal wieder Lust auf stöbern und goustieren. Da kommen die als alte Telefonzellen oder Kühlschränke getarnten Dinger gerade recht.

BücherBox

Doch eigentlich stolpere ich immer wieder nur zufällig über die Locations – da muss ne Liste her, ganz klar. Doch halt, die Jungs von Wikipedia waren da natürlich schon wieder schneller:

Liste öffentlicher Bücherschränke

Das Problem nur: Die Liste erscheint mir nicht mehr ganz aktuell – zumindest für den Heimatbereich von prattenberg.

Bei der nächsten Liste sieht es nicht besser aus:

OpenBookCase

(Letzte Änderung etwa 2015, und tatsächlich fehlen einige)

But it’s a good start. Werde das Thema weiterverfolgen. Was meint Ihr dazu? Interessiert sich jemand für eine aktualisierte Liste rund um Wien?

Breaking News: Die Virtual Caches sind zurück!

Wie das Magazin gocacher.de berichtet, wird die 2005 eingestellte Cache-Kategorie „Virtual Caches“ ab 24.8. wieder offiziell von Groundspeak reaktiviert.

cache-types

Allerdings mit Einschränkungen und vor allem nicht für jeden: Nur jene 4000 Owner (in 63 Ländern), die die weltweit qualitativ hochwertigsten Caches jedweder Kategorie geschaffen haben, erhalten exklusiv die Erlaubnis, die neue alte Kategorie zu nutzen. Ausgewählt wurde nach einem speziellen, geheimnisumwitterten, googloiden Algorithmus, damit alles seine Richtigkeit hat ;).

Damit will man offensichtlich dem Wildwuchs vorbeugen, der vor 12 Jahren zum Abbruch der virtuellen Kategorie geführt hatte: Zuviele mißbrauchten diese Art von caches, um dosen- und damit wartungsfreie Verstecke in die Welt zu setzen.

Mal sehen, wie sich das Ganze entwickelt. Ich selber kenne virtual caches nur von opencaching, welches ja bekanntlich mittlerweile im Wachkoma liegt.

Offizielle Aussendung dazu von Groundspeak mit FAQs [in Englisch]

Geocaching!

Guido Knopp: Hitlers Manager [Rezension]

Über Guido Knopp (und sein Team) braucht man nicht viele Worte verlieren; seine Dokumentationen sind allbekannt. Aber sind auch seine Bücher lesenswert? Eindeutige Antwort: Ja, sie sind es. – Wissenschaftlich fundiert ohne zu beschönigen oder zu verteufeln: Knopp bleibt immer sachlich und packt einen dennoch. Denn selbst sechzig Jahre später ist es schwer, das Grauen in Worte zu fassen.

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Knopp schildert die Biografien von Menschen, die teilweise hervorragende Karrieren machen, bis sie in den Bannstrahl des Diktators geraten und Hitler sie nach und nach dermaßen von sich abhängig macht, daß es kein Zurück mehr gibt. Nicht von ungefähr endet der Aufstieg vieler „Hitler-Manager“ im körperlichen und seelischen Zusammenbruch.

Und auch anderes wird deutlich: Die Management-Methoden des Diktators, sein systematisches Spinnennetz des Gegeneinander-Ausspielens seiner Getreuen (um sie dadurch noch mehr an sie zu binden), all das hat erschreckende Parallelen in der heutigen Business-Welt – besonders jener der Großkonzerne. Immer wieder und immer mehr trifft man auf Menschen, die am Klavier dieser intriganten Ränkespiele virtuos spielen können. So wird Knopps Buch zu einem Anti-Lehrbuch der Management-Methoden.

Klappentext: Aufstieg im Schatten des Hakenkreuzes. Im Rahmen seines großen Panoramas der Hitler-Zeit stellt Guido Knopp den nachfolgenden Generationen das Führungspersonal im nationalsozialistischen Deutschland vor. Die legendären Drahtzieher in Wirtschaft, Technik, Finanzwesen und Militär haben das Land gebaut, finanziert und bewaffnet. Ihre Namen sind heute noch vielen bekannt. Doch welche Rolle spielten Gustav Krupp, Fritz Thyssen, Hjalmar Schacht, Ferdinand Porsche, Wernher von Braun, Albert Speer und Alfred Jodl? Waren sie willfährige Helfer, ehrgeizige Täter oder hilflose Opfer? Jeder von ihnen stand vor der Entscheidung, in der Machtmaschinerie des NS-Regimes als großes Rad mitzudrehen oder hintenüberzufallen. Die meisten ergriffen die Gelegenheit, kometenhafte Karrieren zu machen, Dynastien auszubauen und enorme Profite zu erwirtschaften. Die wenigsten konnten sich daneben ein Gewissen leisten. Guido Knopp beleuchtet Ruhm und Schuld, Glanz und Tragik der üblichen Verdächtigen. Erzählte Zeitgeschichte, aufregender als mancher Roman. Guido Knopp portraitiert Hitlers Zuarbeiter und protokolliert ihre persönliche Verantwortung und Verstrickung im Schatten des Hakenkreuzes.

„Das Buch verdammt nicht und verklärt auch nicht. Ein wichtiger Beitrag gegen das Vergessen und mit einem ausführlichen Literaturteil, wenn man sich mit einer Persönlichkeit noch intensiver beschäftigen möchte. Die Gewissenskonflikte der Akteure werden schön nachgezeichnet, Wissenslücken schnell entzaubert.“ HR info

Erhältlich zB bei Amazon:

Prof. Guido Knopp: Hitlers Manager °°

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Fast alle Publikationen von Prof. Guido Knopp sind ob ihrer leichten Lesbarkeit und Verständlichkeit empfehlenswert. Das Thema etwas weiter gefasst umschreibt dieses aktuelle Buch:

Prof. Guido Knopp: Die Deutschen im 20. Jahrhundert °°

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Am 3. Oktober 1990 wurde zum ersten Mal in der deutschen Geschichte Einheit in Frieden und Freiheit Wirklichkeit. Erst nach einem Jahrhundert mit zwei Weltkriegen, Millionen Toten, zwei Diktaturen, Holocaust, Kaltem Krieg, Teilung, Wirtschaftswunder im Westen und friedlicher Revolution im Osten gelang es den Deutschen, ihre staatliche Einheit im Konzert der europäischen Mächte zu vollziehen. Guido Knopp durchwandert in diesem Buch zur 5-teiligen ZDF-Serie dieses Schicksalsjahrhundert mit seinen Visionen, seinen in Blut ertränkten Träumen und mit seinen mutigen Aufbrüchen. Zusammen mit ihren Nachbarn haben die Deutschen damit die Basis geschaffen für ein friedliches 21. Jahrhundert.

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