Getestet: hama 3-fach Verteiler für Zigarettenanzünderbuchse im Auto

Gerade bei älteren Automodellen stellt sich in Zeiten der allgegenwärtigen Smartphonomanie immer wieder das Problem, dass im Fahrgastraum zuwenig Ladebuchsen vorhanden sind. Das externe Navi will versorgt werden, das Smartphone geladen, und die Kids rufen auch lautstark nach „Mehr Power“.

Abhilfe schafft hier dieser recht praktische Verteiler von hama. Er verteilt den Ladestrom auf gleich drei Buchsen und passt durch seine runde und konische Form in die meisten Becherhalter, über die ja mittlerweile die meisten Fahrzeuge zumindest im Frontbereich verfügen. Wie die Fotos zeigen, passt er tatsächlich ganz gut rein, sitzt fest und sorgt so für Ordnung. Im übrigen muss er nicht in einen der Becherhalter gesteckt werden (Ambulanter Kaffee-Umtrunk für alle gesichert!), denn der Verteiler steht auch so ganz gut im Fussraum (bitte nicht auf der Fahrerseite) oder bei grösseren Modellen eventuell auch in der Armlehnenbox. Die Höhe des Verteilers beträgt übrigens etwa 6.5cm – ohne eingesteckte Verbraucher.

Die Verarbeitung ist solide, sowohl was das Kabel als auch Verteiler-Korpus (aus Kunststoff) angeht. Das haptisch gut ausgeführte Spiralkabel verhindert Kabelsalat und wird wohl im Extrem-Stretching so an die 1.5m lang sein – nicht ausprobiert, weil ich es ja noch länger mein Eigen nennen will.

An der Oberseite des Verteilers sind vier verschiedenfarbige Dioden angebracht.

Die Bedeutung der einzelnen Dioden laut Bedienungsanleitung (Farbe, dann Beschriftung, dann Spannungswert):

rot = low … > 2.0 V
gelb = 12V … > 11.3 V
hellgelb = mid … > 12.3 V
grün = high … > 12.8 V

Das macht viel her, ist wohl in der Praxis aber nicht so ernst zu nehmen. Meiner Erfahrung nach zeigt es bei Einschalten der Zündung meist nur rot bzw. gelb, sobald man aber startet wird es schnell grün. Rückschlüsse auf den korrekten Ladezustand der Batterie halte ich auf gut Wienerisch für „Kaffeesud-Leserei“. Eins ist aber sicher: Wenn keine Diode leuchtet = Batterie leer. Kontaktieren Sie dann bitte den Verkehrsclub Ihres Vertrauens ;).

Die Aufladung der Geräte ist fahrzeugtypisch gemächlich, und das ist gut so: Wer will schon seine Batterie morden, und/oder seine Lichtmaschine in die Kniee zwingen.

Was noch auffällt: Die drei Buchsen sind chic – und wie bei diesen Teilen so üblich – blau hinterleuchtet, und zwar richtig stark. Mich persönlich stört das eher, ich habe mir daher drei passende Verschlusskappen besorgt (nicht im Lieferumfang enthalten!) – Problem gelöst.

Ich bin zufrieden, das Teil ist preiswert, gut ausgeführt, und tut genau das, wofür es gekauft wurde. Was will man mehr?

Fragen dazu beantworte ich natürlich wie immer gerne.

Erhältlich zB hier:

Hama 3 fach-Verteiler für KFZ-Zigarettenanzünderbuchse (8.000 mA, 12V, mit LED-Anzeige im Becherhalterformat) °°

Herstellerangaben (ohne Gewähr)

  • Durchmesser oben: 7,5 cm
  • Durchmesser unten: 6,5 cm
  • Höhe: 6,5 cm
  • Ausgang: Zigarettenanzünder-Buchse
  • Eingangsspannungsbereich: 12V
  • Max. Stromaufnahme gesamt: 8 A
  • Farbe: Schwarz

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°°) Hinweis: Affiliate-Link, dh falls Du den genannten Artikel über diesen Link kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Diese Tatsache beeinflußt jedoch in KEINSTER Weise meine Meinung oder Beurteilung dieses Artikels.

Geocaching!

Top Gear alt vs. neu – eine Nachlese

„Der Vergleich macht Sie sicher“ – heisst es. Stimmt. Und wer gestern zwischen 22.00 und 0:00 Uhr RTL Nitro – ich hatte ja über die seltsamen Auswüchse der datenbank-generierten TV-Vorankündigung gestern schon hier geschrieben – wer also gestern TV guckte, hatte den direkten Vergleich: Zuerst die „Neuen“ in der Staffel 24 (wieso wird eigentlich weitergezählt? Nur weil der Name gleichblieb?) und danach die CarPorn-Opas Clarkson/Hammond/May mit irgendeiner Folge aus 2011. Zu dieser später mehr.

 

Es ist ja nicht so, dass sich die Neuen keine Mühe geben – sie versuchen es redlich: Die beiden mit weniger Haupthaar machen brav Witzchen, sogar Wortspielchen, der mit mehr Bewuchs und Muskeln lacht mit dem geladenen Publikum mit und (sic!) erklärt sie dann auch noch (Beispiel gefällig? Der Präfix „La“ sei nicht immer ein Garant für Topqualität – wie etwa bei La Ferrari – sondern auch das Gegenteil – wie bei LeBlanc… oh Gott!).

Dann werden sie aus alter Tradition auf eine möglichst exotische Challenge geschickt, und zwar nach Kasachstan. Drei Autos stehen zur Wahl, deren weitgehend beliebige Gemeinsamkeit die zurückgelegte Kilometerleistung von mehr als 700.000km ist: Ein Mercedes-Taxi (aus Berlin übrigens), ein Londoner Taxi und ein Volvo Kombi (kein Taxi, warum bloß). Natürlich tun die drei be-anorak-ten Protagonisten so, als ob es DIE Überraschung sei, was da aus den Containern rollt. Aber nun sind zumindest zwei von ihnen schon mit youTube und dem ganzen Social Media-Schmarrn aufgewachsen, was dementsprechend den Wortschatz in ‚OMG!!‘ und Schlimmeres einengt. Es fehlt einfach die feine Klinge, der sprichwörtliche britische, trockene Humor, das Understatement, der Sarkasmus, für die die Altherrengarde so berühmt, berüchtigt und beliebt war. Dann geht’s flugs in einen Steinbruch – auch das kennen wir schon von früheren Folgen. Es wird Gas gegeben, ein wenig gerempelt, viel geflucht – but so what? Wo bleibt der Witz, die Ironie, wie weiland, als May den ominösen Stig aus dem Kofferraum holte und mit diesem üblen Trick den anderen beiden davonbretterte (wer weiss noch, welche Folge das war?).

Mehr weiss ich leider nicht mehr zu berichten von Episode S24 E1, denn Orpheus nahm mich gnädig in seine Arme, und gab mich erst wieder – oh Wunder – frei, als Jeremy Clarkson in der Folge danach ein Loblied auf den Jaguar E-Type und gegenübergestellt eine Art Replica-Version aus 2011 für wohlfeile 500.000 Englische Pound sang. Und als ob das nicht schon genug Aufwand wäre, dann auch noch die halbe Elite der Royal Navy als Huldigung auffahren und -fliegen lässt an irgendeiner Kreideklippe der Insel -einfach so. Celebrating 50 years. Und wo dann als Schlusseinstellung der betagte E-Type nicht anspringt. Achja.

   Fundstück „Bettwäsche The Stig“: Was es nicht alles gibt! °°

Doch wer Jezza kennt, weiss, dass er nicht der tumbe, rechts-ist-Gas-geile Orang-Utan mit zwei linken Händen ist, wie er sich selbst oft persifliert und auch betitelt wird: Clarkson ist einer der exzellentesten Motor-Journalisten der Gegenwart, mit mittlerweile jahrzehntelanger Erfahrung, Autor mehrerer Bücher, seit ewigen Zeiten Kolumnist in renommierten Blättern wie Guardian und Times, der vor allem eines wie kein Zweiter kann: Die Dinge auf den Punkt bringen. In diesem Zusammenhang sei übrigens jedem, der seinem Schulenglisch auch nur zehn zusätzliche Wörter – nein, nicht Web-Schimpfwörter!- hinzufügen konnte, wärmstens empfohlen, sich die alten TopGear- und neuen GrandTour-Folgen in Originalsprache anzusehen und -hören. Auch wenn einer nur die Hälfte des Gesagten mitbekommt, ist es immer noch mehr Content (und Witz) gegenüber dem, was die Neuen daherbrabbeln.

Die Staffel Zwo von Grandtour soll – bereits abgedreht – bald rauskommen. Gott sei Dank!

 

Das alte Top Gear findet Ihr zB hier:

Top Gear – The Great Adventures 1-4 Box Set [8 DVDs] °°

Top Gear Specials Collection [3 DVDs]   °°

 

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°°) Hinweis: Affiliate-Link, dh falls Du den genannten Artikel über diesen Link kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Diese Tatsache beeinflußt jedoch in KEINSTER Weise meine Meinung oder Beurteilung dieses Artikels.

 

 

Top Gear – also wer jetzt? Und wann?

Da passt ja gar nichts beim EPG – Elektronischen Programm Guide für morgen abend. Zur Abwechslung ist mal nicht A1 schuld, weil das automatisch übernommen wird bzw. vom jeweiligen Sender – hier RTL Nitro – eingespeist wird, der es sicher wiederum selbst nur aus irgendeiner Datenbank zieht.

De verdad ist es die Staffel 24 – also ist das Präsentatoren-Trio Matt LeBlanc, Chris Harris, Roxy Reid im Header korrekt (ok ‚war‘ – denn „einem wurde schlecht beim Fahren, da waren’s nur noch zwei“).

Im Text darunter haben sich nochmal gleichsam durchs Hintertürchen die „echten“ Hosts eingeschlichen: Clarkson, Hammond und May – späte Rache ist auch süß oder so.

Und das Jahr der Veröffentlichung sollte – für Staffel 24 – dann doch GBR 2016 sein. 2002 hatte Clarkson den Laden übernommen – Top Gear gab’s da schon ne ganze Weile – politically correct, very british, und gähnend langweilig. Unter Clarksons Ägide begann dann bekanntlich der unaufhaltsame Aufstieg bis zum grossen Finale furioso – und der darauffolgenden Wiederauferstehung in der Wüste von Kalifornien.

Als echter Jezza- und Captain Slow-Fan (ja, auch Hammond ist toll) schaut man die Neuen ohnedies nur der Vollständigkeit halber. Der wahre Genuss spielt sich ja bekanntermaßen bei der „Großen Tour“ ab.

Anderer Meinung? Na, dann los ;)!